schönbrunn. ein geschichtsträchtiger ort. heute trafen sich dort interessierte der werbebranche beim p.o.m. und ich hatte die freude mich mit obmann himmer zu treffen.
ein solches treffen ist wie eine zeitreise und insofern hat heute auch der ort ganz gut gepasst. während rund um uns herum über die gegenwart und die zukunft der werbung diskutiert wurde, bewegt sich der geschätzte obmann der fachgruppe werbung wien konzeptionell und strategisch noch im letzten jahrtausend.
um es kurz zu verdeutlichen. seit über zwei jahren versucht er sich an einer kampagne mit dem sperrigen namen "plattform kommunikationsinvestition". ein unterfangen, das von anfang an zum scheitern verurteilt war, weil eben eine kampagne doch ein wenig mehr ist, als ein mediaplan für inserate.
es fehlten eine strategie, eine eindeutige definition der zielgruppen und vor allem eine echte kosten-nutzen-rechnung für unsere mitglieder. heraus kam neben einem sperrigen namen nicht sehr viel, doch das wenige kostete ordentlich geld und darum ging es auch heute. eine zweite welle an schaltungen sollte besprochen werden und diesmal sollte auch online (sic!) part of the game sein. ist das nicht großartig? dumm ist nur, dass diese "großartige" kampagne, die ihm so am herzen liegt und die so "wahnsinnig" wichtig für unsere branche ist, keine kampagnenwebsite hat oder gar eine facebookseite (social media konzept). wohin soll also eine etwaige onlinewerbung verlinken?
willkommen im jahr 2013! werbung / kommunikation wird immer vielfältiger und vernetzter, aber alles was dem obmann der fachgruppe werbung wien einfällt sind broschüren und inserate. wann nur, dachte ich mir, wird diese zeitreise in die vergangenheit endlich vorbei sein?
zum schluss ein bilderrätsel.
wo auf dieser übersichtlichen website (http://portal.wko.at/wk/startseite_dst.wk?DstID=759) soll wohl die pki-kampagne hin verlinkt werden?
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Donnerstag, 23. Mai 2013
Montag, 25. März 2013
amtsgeheimnisse in der fachgruppe werbung
Wirtschaftskammergesetz -Verschwiegenheitspflicht
§ 69. Alle Funktionäre und Mitarbeiter der nach diesem Gesetz gebildeten Organisationen sind, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, zur Verschwiegenheit über alle ihnen ausschließlich aus ihrer Tätigkeit bekanntgewordenen Tatsachen verpflichtet, deren Geheimhaltung im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit, der umfassenden Landesverteidigung, der auswärtigen Beziehungen, im wirtschaftlichen Interesse der nach diesem Bundesgesetz gebildeten Organisationen der gewerblichen Wirtschaft, zur Vorbereitung einer Entscheidung oder im überwiegenden Interesse der Parteien geboten ist. Von dieser Verpflichtung hat auf Verlangen eines Gerichtes oder einer Verwaltungsbehörde bei Funktionären und Mitarbeitern der zuständige Präsident zu entbinden, wenn dies im Interesse der Rechtspflege oder im sonstigen überwiegenden öffentlichen Interesse gelegen ist.
vor einigen wochen hatte prof. mayer, ein anerkannter verfassungsjurist, einen auftritt in der zib2, es ging um die reform des österreichischen amtsgeheimnisses. nötig erscheint das auch den spitzen unserer republik, da der öffentliche druck nach mehr transparenz immer größer wird. eine aktuelle initiative https://www.transparenzgesetz.at/ verstärkt die öffentliche aufmerksamkeit, damit aus einem ansinnen ein konkretes gesetz wird.
ich persönlich halte das für dringend geboten, viel zu oft versuchen sich institutionen hinter dem amtsgeheimnis bzw. hinter einer sogenannten verschwiegenheitspflicht zu verstecken. so auch die fachgruppe werbung wien, die mich nicht nur einmal dafür "gerügt" hat, dass ich inhalte aus den fachgruppenausschusssitzungen öffentlich gemacht habe. sogar briefe der kammerdirektion ließ man mir schreiben, mit dem hinweis dass der inhalt des briefes der verschwiegenheit unterliegen würde.
man fragt sich natürlich, wovor hat man angst?
ich kann das sogar im fall der fachgruppe werbung verstehen, denn die dort handelnden akteure sind an peinlichkeit kaum mehr zu überbieten, doch warum sollten das nicht alle wissen, sofern sie es nicht schon wissen?
warum soll man nicht erfahren, wie aufträge vergeben werden? wie viel die fachgruppe für welchen auftrag bezahlt? wie inserate geschalten werden? wie man gedenkt eine website zu gestalten? oder welcher unsinn hinter den eigenen kampagnen steckt?
am 13.3.2013 brachte ich mit verweis auf die aktuelle politische diskussion einen dringelichen antrag ein, um über das thema verschwiegenheit / amtsgeheimnis zu diskutieren und für die fachgruppe werbug wien eine vorreiterrolle zu definieren. schwarz und grün lehnten es ab, diesen antrag auf die tagesordnung zu nehmen. das sagt wohl viel aus.
9200 mitglieder der fachgruppe haben zu jedem zeitpunkt ein recht zu erfahren, was mit ihren mitgliedsbeiträgen geschieht, welche interessen vertreten werden, welche alibiaktionen durchgeführt werden und ob die öko robin hoods nicht beständig part of the game sind?
ich sage es daher ganz offen, ich halte den verschwiegenheitsparapraphen der wko oder besser gesagt den maulkorb- und zensurparagraphen so wie er auslegt wird, für nicht zeitgemäß bzw. für ungültig. ich werde daher auch weiterhin über sitzungen berichten, sofern es sich nicht um ein vertrauliches gespräch handelt.
ich werde die mitglieder über die machenschaften innerhalb der fachgruppe aufklären und ich werde darauf hinweisen, dass die fachgruppe werbung wien vor allem durch arbeitsverweigerung auffällt. dieses recht als gewählter mandatar lass ich mir auch nicht durch die unverholene drohung nach aberkennung meines mandates nehmen.
Freitag, 30. November 2012
aus ärger wird mitleid
9000 menschen in wien sind in besitz einer gewerbeberechtigung, die sie zu mitglieder der fachgruppe werbung wien machen. eine stolze anzahl und es werden mit jedem jahr mehr. für die einen ist es die erfüllung eines lebenstraums, andere wiederum werden mehr durch die umstände zu ihrem glück gezwungen.
der mindestbeitrag zur wirtschaftskammer beträgt bei uns in der fachgruppe werbung wien 95,- euro, man kann sich also relativ leicht ausrechnen, über wie viel geld die fachgruppe werbung verfügt.
man sollte daher der meinung sein, dass die eine oder andere sinnvolle idee umgesetzt wird, zum wohle aller mitglieder, aber im speziellen für jene, die sich eher schwer tun ihre interessen alleine durchzusetzen. doch für die EPUs und KMUs wird so gut wie nichts gemacht. die fachgruppe erstarrt in lethargie und inkompetenz. ihr obmann kollege himmer agiert völlig planlos an der spitze und wird von einer schwarz-grünen partnerschaft am leben erhalten, die wohl selbst nicht genau weiß, was das bringen soll.
noch gestern hat mich dieser stillstand, diese maßlose inkompetenz, das mauscheln, das dealen in hinterzimmern ungeheuer aufgeregt, doch heute einen tag danach bin ich zur erkenntnis gelangt, dass ich mich einfach der branche in wien anschließen sollte und mitleid empfinden sollte. das werde ich zukünftig nun tun. kollege himmer verdient nur noch mitleid, ärger als emotion verdient nur jemand, den man ernst nehmen kann. das kann ich einfach nicht mehr. ob ihn seine eigene fraktion und seine grünen freunde noch für den richtigen an der spitze der fachgruppe halten, mag ich nicht zu beurteilen, fakt ist jedoch, dass sie für die zustände in der fachgruppe mitverantwortlich sind.
die kontrolle die ich zusammen mit meinen kollegen ausübe wird in den kommenden jahren noch wichtiger werden, sonst werden noch mehr gelder sinnlos vergeudet und das kann nicht im interesse jener sein, die wir vertreten. wofür wir uns jedoch nicht hergeben werden, ist die arbeit für jene zu verrichten, die sie eigentlich leisten sollten.
der mindestbeitrag zur wirtschaftskammer beträgt bei uns in der fachgruppe werbung wien 95,- euro, man kann sich also relativ leicht ausrechnen, über wie viel geld die fachgruppe werbung verfügt.
man sollte daher der meinung sein, dass die eine oder andere sinnvolle idee umgesetzt wird, zum wohle aller mitglieder, aber im speziellen für jene, die sich eher schwer tun ihre interessen alleine durchzusetzen. doch für die EPUs und KMUs wird so gut wie nichts gemacht. die fachgruppe erstarrt in lethargie und inkompetenz. ihr obmann kollege himmer agiert völlig planlos an der spitze und wird von einer schwarz-grünen partnerschaft am leben erhalten, die wohl selbst nicht genau weiß, was das bringen soll.
noch gestern hat mich dieser stillstand, diese maßlose inkompetenz, das mauscheln, das dealen in hinterzimmern ungeheuer aufgeregt, doch heute einen tag danach bin ich zur erkenntnis gelangt, dass ich mich einfach der branche in wien anschließen sollte und mitleid empfinden sollte. das werde ich zukünftig nun tun. kollege himmer verdient nur noch mitleid, ärger als emotion verdient nur jemand, den man ernst nehmen kann. das kann ich einfach nicht mehr. ob ihn seine eigene fraktion und seine grünen freunde noch für den richtigen an der spitze der fachgruppe halten, mag ich nicht zu beurteilen, fakt ist jedoch, dass sie für die zustände in der fachgruppe mitverantwortlich sind.
die kontrolle die ich zusammen mit meinen kollegen ausübe wird in den kommenden jahren noch wichtiger werden, sonst werden noch mehr gelder sinnlos vergeudet und das kann nicht im interesse jener sein, die wir vertreten. wofür wir uns jedoch nicht hergeben werden, ist die arbeit für jene zu verrichten, die sie eigentlich leisten sollten.
Dienstag, 15. Mai 2012
vertrauen und glaubwürdigkeit sind harte währungen
heute gab es wieder ein treffen der arbeitsgruppe "plattform investitionsinvestition" und einmal mehr wurde deutlich, dass wir in einer sackgasse stecken. eine selbstverschuldete sackgasse wie ich meine.
schon der erste arbeitstitel "wert der kommunikation" machte deutlich, dass es sich hierbei um ein mammutthema handelt, das sehr sehr viele sichtweisen zulässt. ich habe, das bei vielen gelegenheiten geäußert und auch eingebracht.
zudem gibt es verschiedene interessenslagen, die alle für sich einzeln genommen legitim sind. die eingeladenen verbände haben z.b jeder für sich ein explizites vertretungsinteresse für ihre mitglieder, fachverband werbung und die fachgruppe werbung wien sollten alle ihre mitglieder gleichberechtigt oder schwerpunktmässig vertreten. ich spreche keinem verband und schon gar nicht einem engagierten im arbeitskreis eherne motive ab, doch es bleibt fakt, dass sich in den verbänden vor allem die starken und selbstbewussten organisieren und die vielen, die in prekären verhältnissen ihr dasein fristen, kaum gehör finden.
ich habe daher stets versucht die interessen der EPUs, freelancer und KMUs in den diskurs einzubringen und das wurde auch zu einem beschluss im fachgruppenausschuss. soll heißen, EPUs und KMUs sollen in der geplanten kampagne als schwerpunkt vermittelt werden.
leider war auch heute wieder sehr viel von topmanagern oder controllern die rede und es mag durchaus sein, dass einige EPUs und KMUs mit diesen zu tun haben, doch ganz generell gewann ich auch heute wieder den eindruck, dass hier eine philosophie zum tragen kommt, die da lautet, wenn wir das image für die großen verbessern, geht es auch den kleinen gut. das sehe ich nicht so.
der wert unserer dienstleitungen und die entlohnungen dafür sind höchst unterschiedlich, daher hätte ich es gut gefunden, wenn wir im laufenden prozess eine selbstreflexion durchgeführt hätten. denn ein befund im november 2010 war und ist nur zu richtig. es gibt eine vertrauenskrise zwischen kunden und agenturen. für diese vertrauenskrise tragen wir als dienstleister der kommunikationsbranche eine mitverantwortung.
wie können wir zb bei den oben genannten controllern ein verständnis für die kosten einer kampagne generieren, wenn wir gleichzeitig unentgeltlich einreicharbeiten sogenannte "goldarbeiten" umsetzen? wie erklärt man überhaupt den kommunikativen unterschied zwischen "goldarbeit" und "publikumsarbeit"? wie schätzen wir unsere eigene dienstleistungen ein, wenn wir für strategie und kreation kaum mehr honorare verlangen und uns auf handwerkliche fähigkeiten reduzieren lassen bzw. von agenturprovisionen von mediaetats leben?
welchen wert hat die idee und die kreation, wenn wir unsere eigenen mitarbeiterInnen nicht wertschätzen und in 8 von 9 bundesländern kein kollektivvertrag abgeschlossen wird? also mindeststandard für kreative arbeitnehmer?
wenn wir also ständig nur verständnis und vertrauen von kundenseite einmahnen, uns selbst jedoch nicht hinterfragen, dann bleiben alle unsere bemühungen hohl. dann wird es an gelebter glaubwürdigkeit mangeln.
das wird in diesem arbeitskreis auf dramatische art und weise überdeutlich. die verbände mahnen zu recht mehr tempo ein, sie verlangen entscheidungen und wünschen sich von uns als fachgruppe werbung wien weniger zank und hader.
nun kommt wieder vertrauen ins spiel.
dieses projekt leidet darunter, dass es an der spitze der fachgruppe werbung wien vorkommnisse gab und gibt, die jedes vertrauen zerstört haben. und weil das so ist, zieht man nun brandschutzmauern hoch. das macht vieles komplizierter, doch es ist leider notwendig. leidtragende sind nun die engagierten. für diese tut es mir aufrichtig leid. es ist mir jedoch auch ein anliegen festzuhalten, dass nicht der täter "haltet den dieb" schreien soll.
vor allem weil frühzeitigst um ein konzept gebeten wurde, transparenz eingemahnt wurde und wir bei vergaben vorbild und nicht schwarzes schaf sein sollten.
das alles zusammen führte wohl auch dazu, dass von 22 eingeladenen verbänden geschätzte 5 anwesend waren. und auch die wenigen, die noch hier waren, stellten unmissverständlich die rute ins fenster. ich persönlich kann das alles nachvollziehen und es wäre mir ein persönliches anliegen, den betroffenen die sichtweise von team werbung wien mitzuteilen.
jederzeit an jedem ort.
wer mehr dazu erfahren will, den lade ich ein, diesen beitrag zu lesen: http://marcusarige.blogspot.com/2012/05/himmer-vergibt-im-hinterzimmer.html
schon der erste arbeitstitel "wert der kommunikation" machte deutlich, dass es sich hierbei um ein mammutthema handelt, das sehr sehr viele sichtweisen zulässt. ich habe, das bei vielen gelegenheiten geäußert und auch eingebracht.
zudem gibt es verschiedene interessenslagen, die alle für sich einzeln genommen legitim sind. die eingeladenen verbände haben z.b jeder für sich ein explizites vertretungsinteresse für ihre mitglieder, fachverband werbung und die fachgruppe werbung wien sollten alle ihre mitglieder gleichberechtigt oder schwerpunktmässig vertreten. ich spreche keinem verband und schon gar nicht einem engagierten im arbeitskreis eherne motive ab, doch es bleibt fakt, dass sich in den verbänden vor allem die starken und selbstbewussten organisieren und die vielen, die in prekären verhältnissen ihr dasein fristen, kaum gehör finden.
ich habe daher stets versucht die interessen der EPUs, freelancer und KMUs in den diskurs einzubringen und das wurde auch zu einem beschluss im fachgruppenausschuss. soll heißen, EPUs und KMUs sollen in der geplanten kampagne als schwerpunkt vermittelt werden.
leider war auch heute wieder sehr viel von topmanagern oder controllern die rede und es mag durchaus sein, dass einige EPUs und KMUs mit diesen zu tun haben, doch ganz generell gewann ich auch heute wieder den eindruck, dass hier eine philosophie zum tragen kommt, die da lautet, wenn wir das image für die großen verbessern, geht es auch den kleinen gut. das sehe ich nicht so.
der wert unserer dienstleitungen und die entlohnungen dafür sind höchst unterschiedlich, daher hätte ich es gut gefunden, wenn wir im laufenden prozess eine selbstreflexion durchgeführt hätten. denn ein befund im november 2010 war und ist nur zu richtig. es gibt eine vertrauenskrise zwischen kunden und agenturen. für diese vertrauenskrise tragen wir als dienstleister der kommunikationsbranche eine mitverantwortung.
wie können wir zb bei den oben genannten controllern ein verständnis für die kosten einer kampagne generieren, wenn wir gleichzeitig unentgeltlich einreicharbeiten sogenannte "goldarbeiten" umsetzen? wie erklärt man überhaupt den kommunikativen unterschied zwischen "goldarbeit" und "publikumsarbeit"? wie schätzen wir unsere eigene dienstleistungen ein, wenn wir für strategie und kreation kaum mehr honorare verlangen und uns auf handwerkliche fähigkeiten reduzieren lassen bzw. von agenturprovisionen von mediaetats leben?
welchen wert hat die idee und die kreation, wenn wir unsere eigenen mitarbeiterInnen nicht wertschätzen und in 8 von 9 bundesländern kein kollektivvertrag abgeschlossen wird? also mindeststandard für kreative arbeitnehmer?
wenn wir also ständig nur verständnis und vertrauen von kundenseite einmahnen, uns selbst jedoch nicht hinterfragen, dann bleiben alle unsere bemühungen hohl. dann wird es an gelebter glaubwürdigkeit mangeln.
das wird in diesem arbeitskreis auf dramatische art und weise überdeutlich. die verbände mahnen zu recht mehr tempo ein, sie verlangen entscheidungen und wünschen sich von uns als fachgruppe werbung wien weniger zank und hader.
nun kommt wieder vertrauen ins spiel.
dieses projekt leidet darunter, dass es an der spitze der fachgruppe werbung wien vorkommnisse gab und gibt, die jedes vertrauen zerstört haben. und weil das so ist, zieht man nun brandschutzmauern hoch. das macht vieles komplizierter, doch es ist leider notwendig. leidtragende sind nun die engagierten. für diese tut es mir aufrichtig leid. es ist mir jedoch auch ein anliegen festzuhalten, dass nicht der täter "haltet den dieb" schreien soll.
vor allem weil frühzeitigst um ein konzept gebeten wurde, transparenz eingemahnt wurde und wir bei vergaben vorbild und nicht schwarzes schaf sein sollten.
das alles zusammen führte wohl auch dazu, dass von 22 eingeladenen verbänden geschätzte 5 anwesend waren. und auch die wenigen, die noch hier waren, stellten unmissverständlich die rute ins fenster. ich persönlich kann das alles nachvollziehen und es wäre mir ein persönliches anliegen, den betroffenen die sichtweise von team werbung wien mitzuteilen.
jederzeit an jedem ort.
wer mehr dazu erfahren will, den lade ich ein, diesen beitrag zu lesen: http://marcusarige.blogspot.com/2012/05/himmer-vergibt-im-hinterzimmer.html
Mittwoch, 9. Mai 2012
himmer vergibt im hinterzimmer
eines
meiner lieblingszitate lautet, "ich weiß, dass ich nichts weiß" für
den heutigen blogbeitrag gilt das in besonderen. worüber ich heute im
detail schreibe, weiß ich offiziell gar nicht. das hat aber auch etwas gutes,
denn nun kann ich gegen keine verschwiegenheitsregel verstoßen, wie unsinnig
diese auch sein mag. wir bewegen uns heute also innerhalb der fachgruppe
werbung wien und den dort handelnden personen im bereich der realen fiktion
oder besser gesagt der fiktiven realität.
leider steckt in der sache
weniger humor als man annehmen möchte. in meinen augen geht es um einen
handfesten skandal, der tief blicken lässt. er zeigt auf, wie man von seiten
der fachgruppe werbung wien und im besonderen in person von kollegen himmer mit
projekten und deren finanzierung umgeht.
konkret geht es um das schon
einmal kurz erwähnte nfc (near field communication) projekt, ein
schlüsselanhänger mit qr-code. so weit, so unaufregend.
das problem an der sache - es
wurde im november 2011 als reiner schlüsselanhänger mit aufgedrucktem qr-code
von kollegen himmer vorgestellt. es sei eine bahnbrechende zukunftstechnologie
und wir als fachgruppe werbung wien sollten doch bitte die ersten sein. ein
konzept oder eine idee was man nun mit dieser bahnbrechenden technologie
als fachgruppe alles machen kann, gab es nicht. die euphorie im
fachgruppenausschuss hielt sich daher auch in sehr überschaubaren grenzen. es
wurde jedoch eine bestellung von 500! schlüsselanhängern beschlossen, da die
stückkosten dafür gering waren.
im jänner 2012 fand die erste
sitzung des neuen erweiterten präsidiums statt, es wurde gegründet damit man
abseits des ausschusses, der nur viermal im jahr tagt, besser inhaltlich
arbeiten kann und sich zwischen den frakionen besser abstimmen kann. die
sitzung verlief harmonisch und auch der schlüsselanhänger spielte wieder eine
rolle, diesmal wurde der begleitbrief für eine mögliche bestellung vorgestellt.
weiterhin keine weiterreichenden konzepte, strategien oder ideen zur
verwendung.
es ist ende märz der erste
ausschuss findet statt und ein tagespunkt ist nun nfc. zum ersten mal erhalten
wir die gewählten interessensvertreter eine präsentation, was man nun mit
diesem schlüsselanhänger alles machen könnte, was man tun will etc. viele
fragen bleiben offen. wieder kein wort zu kosten oder finanzierungen. chuzpe am
rande, zu diesem zeitpunkt war der bestellflyer schon an 8000 mitglieder der fachgruppe
werbung wien versandt.
das alles könnte man noch
unter projektplanung a la himmer abbuchen, doch die teils heftigen reaktionen
und interventionen auf meinen letzten blogbeitrag ließen mich neugierig
werden.
warum reagierte man so panisch auf eine inhaltliche kritik?
schon wenige tage später war mir alles klar - kollege himmer hatte das gesamte projekt am fachgruppenausschuss und am präsidium vorbei mit geldern der fachgruppe finanziert. als mir dieses "gerücht" zu ohren kam, wollte ich natürlich wissen, ob es stimmen würde und schrieb mehrere emails in namen von team werbung wien mit der bitte um aufklärung:
gab es angebote?
gab es eine ausschreibung?
gibt es rechnungen?
wurden schon rechnungen bezahlt?
drei emails mit diesen fragen schrieb ich, ich bekam keine antworten.
warum reagierte man so panisch auf eine inhaltliche kritik?
schon wenige tage später war mir alles klar - kollege himmer hatte das gesamte projekt am fachgruppenausschuss und am präsidium vorbei mit geldern der fachgruppe finanziert. als mir dieses "gerücht" zu ohren kam, wollte ich natürlich wissen, ob es stimmen würde und schrieb mehrere emails in namen von team werbung wien mit der bitte um aufklärung:
gab es angebote?
gab es eine ausschreibung?
gibt es rechnungen?
wurden schon rechnungen bezahlt?
drei emails mit diesen fragen schrieb ich, ich bekam keine antworten.
gestern am 8.5.2012 fand
wieder eine sitzung des erweiterten präsidiums statt. ich hatte um
vertraulichkeit zu wahren und um allen beteiligten eine faire chance zu geben
bis zu diesem tag gewartet und erhoffte nun aufklärung. leider wurden meine
hoffnungen enttäuscht. ich hörte jede menge ausflüchte, verweise auf das
kammerrecht und die ankündigung bis zum juni alles offen zu legen. meine
aufforderung schon heute alle belege auf den tisch zu legen wurde nicht
erfüllt. man fragt sich natürlich, was hat man zu verbergen? was wurde hier
gedreht?
an dieser stelle muss ich das
zitat von oben wieder erwähnen "ich weiß, dass ich nichts weiß!" die
folgenden zahlen wurden mir nicht offiziell vorgelegt. kollege himmer hat die
folgenden kostenvoranschläge im alleingang genehmigt, für keine dieser rechnungen
gibt es eine freigabe durch den ausschuss oder das präsdium. aus der
grundsätzlichen genehmigung einer idee und der bestellung von 500
schlüsselanhängern einen blankoscheck für alles mögliche abzuleiten ist hanebüchen.
eine aussschreibung für dieses projekt hat es natürlich nicht gegeben, wieder
einmal hat sich die fachgruppe werbung wien zum größten schwarzen schaf von
allen gemacht.
vor allem bleibt jedoch stets die frage im raum - warum diese heimlichtuerei?
vor allem bleibt jedoch stets die frage im raum - warum diese heimlichtuerei?
insgesamt weiß ich von 5
kostenvoranschlägen (unter umständen sind es mehr) die durch gegenzeichnung
durch kollegen himmer zu aufträgen wurden. in summe wurden aufträge in der höhe
von 28.080,- euro beauftragt. noch
einmal, weder der fachgruppenausschuss noch das präsidium waren informiert und
haben diese auftrage genehmigt. auffallend sind die vielen kostenvoranschläge.
es wurde also nicht das projekt ganzheitlich geplant und dann in einem
kostenvoranschlag angeboten, sondern es wurden schöne kleine pakte geschnürt
und durch kollegen himmer durchgewunken. ich denke, ein jeder gelernte
österreicher weiß das richtig zu deuten.
konkret wurde der 1. kv am 10.1 2012 ausgestellt, also weit vor der 1. präsidiumssitzung, die weiteren 4 zwischen 10.2.2012 - 22.2.2012 wiederum weit vor dem geplanten fachgruppenausschuss am 29.3.2012. warum wurden dem ausschuss die kostenvoranschläge nicht zu genehmigung vorgelegt? ja nicht mal zur reinen information? dieser fisch stinkt und bekanntlich tut er das am kopf zuerst.
konkret wurde der 1. kv am 10.1 2012 ausgestellt, also weit vor der 1. präsidiumssitzung, die weiteren 4 zwischen 10.2.2012 - 22.2.2012 wiederum weit vor dem geplanten fachgruppenausschuss am 29.3.2012. warum wurden dem ausschuss die kostenvoranschläge nicht zu genehmigung vorgelegt? ja nicht mal zur reinen information? dieser fisch stinkt und bekanntlich tut er das am kopf zuerst.
wenn kollege himmer nun glaubt
sich hinter dem geschäftsführer der fachgruppe verstecken zu können, dann irrt
er. er trägt die verantwortung. er muss sich dafür rechtfertigen den ausschuss
und das präsidium hintergangen zu haben. weder team werbung wien noch die grüne
wirtschaft waren informiert. wer glaubt, so im 21. jahrhundert politik
betreiben zu können und so intransparent mitgliedsbeiträge auszugeben, der hat
wohl die zeichen der zeit nicht erkannt.
in den letzten wochen hatte
ich wirklich aufrichtig mitleid mit kollegen himmer, weil es immer offensichtlicher
wurde, dass er inhaltlich und organisatorisch einfach nicht mehr auf der höhe
der zeit ist. doch dieses verhalten des mauschelns und der hinterzimmerpolitik
und die intransparente vergabe von aufträgen ohne ausschreibungen ist nicht zu tolerieren.
Sonntag, 1. April 2012
keine ahnung + keine strategie = fachgruppe werbung wien
die letzten wochen und monate versuchte ich mich in milde und gab der führung der fachgruppe werbung wien rund um kollegen himmer ein wenig zeit beim umsetzen angekündigter vorhaben. doch die letzte fachgruppenausschusssitzung bestätigte mich in meinem urteil, dass diese milde zu nichts führt außer zu gelebter inkompetenz.
ich will das an drei beispielen anführen.
1. das barcamp EPU / KMU. eine von kollegen hladky eingebrachte idee, der ich von anfang mehr als positiv gegenüber stand, weil es die erste veranstaltung gewesen wäre, die sich wirklich um die anliegen dieser größten gruppe innerhalb der fachgruppe angenommen hätte.wie wir bei den amici delle sva sehen können, ist das prinzip hilfe zur selbsthilfe ein sehr taugliches. vor knapp einem jahr wurde diese idee gut geheißen und wir bildeten den x-ten arbeitskreis. geplant war die veranstaltung für november 2011. im arbeitskreis kamen wir über den sommer überein, dass dieser termin schwer zu halten sei, wenn man es ordentlich machen wollte und verschoben die veranstaltung auf jänenr 2012. doch seitdem gab es keine weitere sitzungen. anfragen meinerseits verliefen ins leere oder wurden beschwichtigt. anscheinend bekam der wirtschaftsbund nasse hosen, kann er doch mit EPUs so gar nichts anfangen und sind KMUs für ihn auch nur ein begriff für das politische marketing. bezeichnend die reaktion von kollegen himmer auf meinen vorhalt in dieser sache, er wollte das konzept, obwohl im ausschuss beschlossen und mit einem budget ausgestattet, mangels eigener umsetzung gänzlich abschaffen.
2. NFC = near field communications. das scheint ein neuer fetisch unseres fachgruppenobmanns zu sein. im november 2011 wurde es vorgestellt und ein schlüsselanhänger für unsere mitglieder, als das neue mekka der kommunikation präsentiert. das problem bei dieser wie bei vielen anderen ideen: es wurde nur das endprodukt vorgestellt, eben dieser schlüsselanhänger, aber keine strategie, keine idee was man damit machen will, nur ein rahmenbudget erbeten, damit man sich ein wenig austoben kann. erst ende märz in der nächsten ausschusssitzung wurde detailliert vorgestellt, was man nun alles mit NFC machen könnte, betonte jedoch auch zugleich, dass NFC in form dieses schlüsselanhängers nur eine brückentechnologie sei. nach dem vortrag, der eigentlich schon im november hätte stattfinden sollen, fragte ich nach der strategie für die fachgruppe werbung. was wollen wir damit? was machen wir mit den gesammelten daten? wer verwaltet diese daten? welchen konkreten nutzen bringt das der masse unserer mitglieder? welche folgekosten entstehen der fachgruppe? warum setzen wir auf eine brückentechnologie, die in 2 jahren schon überholt sein wird? auf diese fragen gab es keine antworten, weil man sich diese fragen nie selbst gestellt hat. auch aus fachlicher unkenntnis heraus, will man wie die kleinen jungen mit etwas neuem spielen, ob es nun sinn macht oder nicht, steht nicht zur debatte. dass dafür mitgliedsbeiträge verschwendet werden, interessiert keinen.
3. die website / facebooksite der fachgruppe werbung wien. an keinem anderen projekt manifestiert sich die gebündelte inkompentenz so gut, wie an diesem. vor einem jahr beschloss man die erst 1 1/2 jahre alte "neue" website zu überarbeiten. so manchem im führungsstab der fachgruppe war der metablog ein dorn im auge. also lud man zwei "agenturen" ein die website zu überarbeiten, inhaltlich und strukturell. aus zwei agenturen wurden sechs vorschläge. aus diesen eine ausschreibung die an vier agenturen ging. von diesen vier durften / wollten nur zwei präsentieren und wenige zeit später stellte sich heraus, dass die gesamte ausschreibung eigentlich eine farce war, weil munter hinter den kulissen verschiedene briefings gegeben wurden. doch wie es auch immer sei, im november wurde der auftrag vergeben, ein erster workshop fand im jänner statt. wer nun glaubt, dass der sanfte relaunch der website und das anlegen der facebooksite schon fertig sei, der irrt gewaltig. zeit spielt vielleicht bei jenen eine rolle, die wir vertreten, doch nicht in der fachgruppe werbung. vielleicht ist das aber auch gewollt so. je weniger man mit seinen mitglieder kommunizieren muss desto besser. auf diese art hält man den deckel drauf. aber das ganze ist viel simpler. man hat ganz einfach keine ahnung, lässt sich ein x für ein u verkaufen und glaubt ernannten bis selbsternannten "social media experten". schon die präsentation im november hat mich nicht wirklich überzeugt, alles war sehr konservativ konzipiert, nichts was wirklich die zunge schnalzen lässt, doch nun bleibt selbst von diesen trüben aussichten noch weniger übrig. auch hier gilt, wir verschwenden mitgliedsbeiträge, weil man dinge umsetzt, von denen man keine ahnung hat und das dadurch erzielte ergebnis nicht hält, was man sich verspricht. dadurch muss ständig nachgebessert werden .
an diesem beispiel wird es sehr deutlich: neue website 2010 (kosten) - verbesserungen und support 2010 + 2011 (kosten) - neuausschreibung 2011 (kosten) - relaunch 2012 (kosten). in summe wenden wir als fachgruppe für ein projekt das doppelte des nötigen auf. ein durchschnittlicher EPU verdient rund 11.000 euro im jahr, wir als fachgruppe werbug wien verschwenden für dieses projekt das vierfache.
das sind nur drei beispiele von vielen. in summe ergeben sie ein erschreckendes bild. die wirklichen probleme unserer mitglieder werden kaum angegangen. man reduziert das eigene handeln auf events und schmucke headlines ohne inhalt. weder wird dadurch das soziale problem unserer mitglieder gelöst, noch gibt es einen neuen zeitgemäßen kollektivvertrag. beim thema schwarze schafe herrscht seit über einem jahr funkstille und zum lobbyistengesetz äußern sich von seiten des wirtschaftsbundes kollegen für die die unschuldsvermutung betont werden muss. das haben sich die fachgruppe und ihre mitglieder einfach nicht verdient.
ich will das an drei beispielen anführen.
1. das barcamp EPU / KMU. eine von kollegen hladky eingebrachte idee, der ich von anfang mehr als positiv gegenüber stand, weil es die erste veranstaltung gewesen wäre, die sich wirklich um die anliegen dieser größten gruppe innerhalb der fachgruppe angenommen hätte.wie wir bei den amici delle sva sehen können, ist das prinzip hilfe zur selbsthilfe ein sehr taugliches. vor knapp einem jahr wurde diese idee gut geheißen und wir bildeten den x-ten arbeitskreis. geplant war die veranstaltung für november 2011. im arbeitskreis kamen wir über den sommer überein, dass dieser termin schwer zu halten sei, wenn man es ordentlich machen wollte und verschoben die veranstaltung auf jänenr 2012. doch seitdem gab es keine weitere sitzungen. anfragen meinerseits verliefen ins leere oder wurden beschwichtigt. anscheinend bekam der wirtschaftsbund nasse hosen, kann er doch mit EPUs so gar nichts anfangen und sind KMUs für ihn auch nur ein begriff für das politische marketing. bezeichnend die reaktion von kollegen himmer auf meinen vorhalt in dieser sache, er wollte das konzept, obwohl im ausschuss beschlossen und mit einem budget ausgestattet, mangels eigener umsetzung gänzlich abschaffen.
2. NFC = near field communications. das scheint ein neuer fetisch unseres fachgruppenobmanns zu sein. im november 2011 wurde es vorgestellt und ein schlüsselanhänger für unsere mitglieder, als das neue mekka der kommunikation präsentiert. das problem bei dieser wie bei vielen anderen ideen: es wurde nur das endprodukt vorgestellt, eben dieser schlüsselanhänger, aber keine strategie, keine idee was man damit machen will, nur ein rahmenbudget erbeten, damit man sich ein wenig austoben kann. erst ende märz in der nächsten ausschusssitzung wurde detailliert vorgestellt, was man nun alles mit NFC machen könnte, betonte jedoch auch zugleich, dass NFC in form dieses schlüsselanhängers nur eine brückentechnologie sei. nach dem vortrag, der eigentlich schon im november hätte stattfinden sollen, fragte ich nach der strategie für die fachgruppe werbung. was wollen wir damit? was machen wir mit den gesammelten daten? wer verwaltet diese daten? welchen konkreten nutzen bringt das der masse unserer mitglieder? welche folgekosten entstehen der fachgruppe? warum setzen wir auf eine brückentechnologie, die in 2 jahren schon überholt sein wird? auf diese fragen gab es keine antworten, weil man sich diese fragen nie selbst gestellt hat. auch aus fachlicher unkenntnis heraus, will man wie die kleinen jungen mit etwas neuem spielen, ob es nun sinn macht oder nicht, steht nicht zur debatte. dass dafür mitgliedsbeiträge verschwendet werden, interessiert keinen.
3. die website / facebooksite der fachgruppe werbung wien. an keinem anderen projekt manifestiert sich die gebündelte inkompentenz so gut, wie an diesem. vor einem jahr beschloss man die erst 1 1/2 jahre alte "neue" website zu überarbeiten. so manchem im führungsstab der fachgruppe war der metablog ein dorn im auge. also lud man zwei "agenturen" ein die website zu überarbeiten, inhaltlich und strukturell. aus zwei agenturen wurden sechs vorschläge. aus diesen eine ausschreibung die an vier agenturen ging. von diesen vier durften / wollten nur zwei präsentieren und wenige zeit später stellte sich heraus, dass die gesamte ausschreibung eigentlich eine farce war, weil munter hinter den kulissen verschiedene briefings gegeben wurden. doch wie es auch immer sei, im november wurde der auftrag vergeben, ein erster workshop fand im jänner statt. wer nun glaubt, dass der sanfte relaunch der website und das anlegen der facebooksite schon fertig sei, der irrt gewaltig. zeit spielt vielleicht bei jenen eine rolle, die wir vertreten, doch nicht in der fachgruppe werbung. vielleicht ist das aber auch gewollt so. je weniger man mit seinen mitglieder kommunizieren muss desto besser. auf diese art hält man den deckel drauf. aber das ganze ist viel simpler. man hat ganz einfach keine ahnung, lässt sich ein x für ein u verkaufen und glaubt ernannten bis selbsternannten "social media experten". schon die präsentation im november hat mich nicht wirklich überzeugt, alles war sehr konservativ konzipiert, nichts was wirklich die zunge schnalzen lässt, doch nun bleibt selbst von diesen trüben aussichten noch weniger übrig. auch hier gilt, wir verschwenden mitgliedsbeiträge, weil man dinge umsetzt, von denen man keine ahnung hat und das dadurch erzielte ergebnis nicht hält, was man sich verspricht. dadurch muss ständig nachgebessert werden .
an diesem beispiel wird es sehr deutlich: neue website 2010 (kosten) - verbesserungen und support 2010 + 2011 (kosten) - neuausschreibung 2011 (kosten) - relaunch 2012 (kosten). in summe wenden wir als fachgruppe für ein projekt das doppelte des nötigen auf. ein durchschnittlicher EPU verdient rund 11.000 euro im jahr, wir als fachgruppe werbug wien verschwenden für dieses projekt das vierfache.
das sind nur drei beispiele von vielen. in summe ergeben sie ein erschreckendes bild. die wirklichen probleme unserer mitglieder werden kaum angegangen. man reduziert das eigene handeln auf events und schmucke headlines ohne inhalt. weder wird dadurch das soziale problem unserer mitglieder gelöst, noch gibt es einen neuen zeitgemäßen kollektivvertrag. beim thema schwarze schafe herrscht seit über einem jahr funkstille und zum lobbyistengesetz äußern sich von seiten des wirtschaftsbundes kollegen für die die unschuldsvermutung betont werden muss. das haben sich die fachgruppe und ihre mitglieder einfach nicht verdient.
Montag, 19. Dezember 2011
das schwarze schaf hat es gemütlich
wenn man zusammen mit der fachgruppe werbung wien das thema "gegen schwarze schafe" bearbeiten will, braucht man viel geduld und zeit, über beides verfüge ich nicht wirklich und ich denke so geht es auch den meisten unserer mitglieder. ganze zwei wochen hat es gedauert, dass ich auf eine simple frage eine unbefriedigende antwort erhielt. "was wird von seiten der fachgruppe werbung in jenen fällen unternommen, die auf der facebookseite http://www.facebook.com/gegenschwarzeschafe gemeldet werden?"
die sinngemäße antwort: "nichts! denn seit wir als fachgruppe beschlossen haben, website und facebookseite zu überarbeiten, befinden wir uns in einer übergangszeit und in dieser handeln wir nicht."
beschlossen hat die überarbeitung der beiden internetauftritte die fachgruppe werbung im juni 2011, das heißt seit über einem halben jahr ist man untätig, doch auch über fälle, die davor gemeldet wurden, wurde nie berichtet. in dieser zeit die arbeit nieder zu legen, ist jedoch meines wissens nach nicht beschlusslage.
abgesehen davon, genau so funktionieren social medias nicht. was würde die fachgruppe werbung machen, wenn man auf ganz "altmodische" art und weise emails oder briefe in dieser angelegenheit schreiben würde? diese untätigkeit untermauert meinen eindruck, dass dieses wichtige thema nur für lippenbekenntnisse erhalten darf, für schmucke sonntagsinterviews in fachmedien, wirklich handeln will man nicht.
die sinngemäße antwort: "nichts! denn seit wir als fachgruppe beschlossen haben, website und facebookseite zu überarbeiten, befinden wir uns in einer übergangszeit und in dieser handeln wir nicht."
beschlossen hat die überarbeitung der beiden internetauftritte die fachgruppe werbung im juni 2011, das heißt seit über einem halben jahr ist man untätig, doch auch über fälle, die davor gemeldet wurden, wurde nie berichtet. in dieser zeit die arbeit nieder zu legen, ist jedoch meines wissens nach nicht beschlusslage.
abgesehen davon, genau so funktionieren social medias nicht. was würde die fachgruppe werbung machen, wenn man auf ganz "altmodische" art und weise emails oder briefe in dieser angelegenheit schreiben würde? diese untätigkeit untermauert meinen eindruck, dass dieses wichtige thema nur für lippenbekenntnisse erhalten darf, für schmucke sonntagsinterviews in fachmedien, wirklich handeln will man nicht.
Mittwoch, 30. November 2011
ein tweet regt auf
140 zeichen, mehr braucht es anscheinend nicht, um das blut bei manchen kollegen der fachgruppe werbung in wallung zu bringen. ich zitiere: "TeamWerbungWien -Fachgruppe Werbung bricht jede Pitchregeln und beschließt dennoch diesen Pitch zu genehmigen. Keine Glaubwürdigkeit mehr. Wer soll diese Standesvertretung noch ernst nehmen?"
anlass für diesen tweet war die genehmigung eines verfahrens, das meiner meinung nach nicht fair und transparent abgelaufen ist. die empörung war groß und gipfelte in der frage des kollegen felker, ob man mich nicht ausschließen könne? ich glaube, den meisten kollegInnen war die absurdität dieser frage gar nicht bewusst, doch sie lässt tief schließen. warum hat man angst vor der öffentlichkeit? warum will man nicht ein maximum an transparenz schaffen? wenn wir diese öffentlichkeit nicht hätten, wenn nicht viele immer wieder um transparenz kämpfen würden, gäbe es keine funktionierende demokratie, dann würde man alles hinter verschlossenen türen ausmauscheln und strukturmehrheiten würden bestimmen was zu tun ist. zum glück ist es anders und in dieser hinsicht bewundere ich auch den einsatz von grünen abgeordneten wie peter pilz oder gabriela moser.
so gesehen war es nur logisch und konsequent, dass der simple antrag nach einem tonbandmitschnitt der aussschusssitzungen abgelehnt wurde. damit wir es alle richtig verstehen, es ginge nicht um ein öffentliches tonbandprotokoll, das jedes mitglied der fachgruppe werbung als podcast hätte nachhören können (an sich eine tolle idee), sondern um ein hilfsinstrument für das verfassen des schriftlichen protokolls. doch das schien für viele wohl zu viel kontrolle über das gesagte oder wie kollege himmer sinngemäß meinte "ich will mich nicht der lächerlichkeit preisgeben, dass in meinem ausschuss ein tonband mitläuft." die abstimmung verzögerte sich ein wenig, weil man kollegen des wirtschaftsbundes erst erklären musste, wie sie abzustimmen hätten. bedauerlich empfand ich zwei stimmenthaltungen der grünen wirtschaft. doch ich will die zukunft positiv sehen, hat sich doch erst gestern kollegin zellinger öffentlich für live streaming aus kammersitzungen ausgesprochen, meine stimme und unterstützung hat sie dafür.
anlass für diesen tweet war die genehmigung eines verfahrens, das meiner meinung nach nicht fair und transparent abgelaufen ist. die empörung war groß und gipfelte in der frage des kollegen felker, ob man mich nicht ausschließen könne? ich glaube, den meisten kollegInnen war die absurdität dieser frage gar nicht bewusst, doch sie lässt tief schließen. warum hat man angst vor der öffentlichkeit? warum will man nicht ein maximum an transparenz schaffen? wenn wir diese öffentlichkeit nicht hätten, wenn nicht viele immer wieder um transparenz kämpfen würden, gäbe es keine funktionierende demokratie, dann würde man alles hinter verschlossenen türen ausmauscheln und strukturmehrheiten würden bestimmen was zu tun ist. zum glück ist es anders und in dieser hinsicht bewundere ich auch den einsatz von grünen abgeordneten wie peter pilz oder gabriela moser.
so gesehen war es nur logisch und konsequent, dass der simple antrag nach einem tonbandmitschnitt der aussschusssitzungen abgelehnt wurde. damit wir es alle richtig verstehen, es ginge nicht um ein öffentliches tonbandprotokoll, das jedes mitglied der fachgruppe werbung als podcast hätte nachhören können (an sich eine tolle idee), sondern um ein hilfsinstrument für das verfassen des schriftlichen protokolls. doch das schien für viele wohl zu viel kontrolle über das gesagte oder wie kollege himmer sinngemäß meinte "ich will mich nicht der lächerlichkeit preisgeben, dass in meinem ausschuss ein tonband mitläuft." die abstimmung verzögerte sich ein wenig, weil man kollegen des wirtschaftsbundes erst erklären musste, wie sie abzustimmen hätten. bedauerlich empfand ich zwei stimmenthaltungen der grünen wirtschaft. doch ich will die zukunft positiv sehen, hat sich doch erst gestern kollegin zellinger öffentlich für live streaming aus kammersitzungen ausgesprochen, meine stimme und unterstützung hat sie dafür.
Dienstag, 29. November 2011
schwarzes schaf fachgruppe werbung
seit jahren schon, aber mit nachdruck in den letzten zwei jahren versucht die fachgruppe werbung wien, das thema pitchunkultur zu thematisieren. dafür wurden pressekonferenzen abgehalten, es wurde die initiave "gegen schwarze schafe" ins leben gerufen, podiumsdiskussionen veranstaltet und auch bei der neuen großen kampagne "plattform kommunikationsinvestition" spielt dieses thema eine große rolle. kollege martin weinand wurde daher heute auch in den fachgruppenausschuss geladen, um noch einmal deutlich zu machen, was unter pitchkultur oder pitchunkultur zu verstehen ist. seine ausführungen hätten ein paar minuten früher stattfinden sollen, denn dann wäre das pharisäerhafte verhalten der beiden fraktionen von wirtschaftsbund und grüner wirtschaft noch offenkundiger geworden. die wichtigsten erkenntnisse seiner ausführungen lauten: respekt, fairness, transparenz für das gesamte verfahren und für alle beteiligten.
worum geht es? die fachgruppe werbung wien hat für die betreuung einer neuen facebookseite, facelifting der website www.werbungwien.at + neue kommunikationskanäle pitchen lassen. so weit so gut. das ergebnis der präsentation wurde auch schon von kollegen himmer in einer ausgabe des horizont verkündet und ist somit öffentlich. auch ich habe mich im zuge der arbeitsgruppe dem mehrheitsentscheid angeschlossen. doch schon während der präsentationen sind mir einige ungereihmheiten aufgefallen, die ich in den folgenden tagen recheriert habe.
ohne anspruch auf vollständigkeit:
1. eine agentur wurde einen tag vor präsentation ausgeladen, weil der "standort" wien nicht gemeldet wurde (eine klare verwaltungsübertretung, ob es für eine ausladung reicht, lasse ich dahingestellt). abgesehen davon würde man eben nur wiener agenturen für die wiener fachgruppe beauftragen wollen.
2. einem mitglied (mir) der steuerungsgruppe für den pitch wurde auf schriftliche anfrage, ob es denn ein schriftliches rebriefing gäbe, schriftlich versichert, dass dem nicht so sei, es hätte nur zwei 5-minütige telefonate gegeben. zu diesem zeitpunkt waren noch alle 4 eingeladenen agenturen am pitch beteiligt. doch abgesehen davon war es schlicht nicht die wahrheit, denn eine agentur hatte ein schriftliches rebriefing erhalten. verhält man sich so innerhalb einer steuerungsgruppe / jury?
3. eine weitere agentur gab im zuge der präsentation an "persönlich" und "telefonisch" das rebriefing erhalten zu haben.
4. dieselbe agentur verwendete in ihren präsentationsunterlagen wordings und grafische entwürfe einer kampagne "plattform kommunikationsinvestition", die so noch nicht die öffentlichkeit erreicht hatten.
wenn wir die eigenen regeln ernst genommen hätten, hätten alle 4 agenturen immer alle antworten auf alle fragen bekommen müssen. es muss nachvollziehbar sein und alle sollen denselben stand des wissens haben. es kann nicht sein, dass eine agentur persönliche zugänge hat, eine andere schriftlich gebrieft wird und die anderen gar nichts erfahren. und da es um öffentliche gelder geht, kann es auch nicht angehen, dass mitglieder einer jury nicht die ganze wahrheit erfahren, um es mehr als höflich auszudrücken.
das alles wäre für sich genommen schon schlimm genug, doch das eigentliche versagen der fachgruppe war ihr umgang mit diesen informationen. man wollte sie nicht hören, man empfand die aufzählungen der mängel als lästig und beschloss mit den stimmen des wirtschaftsbundes und der grünen wirtschaft den pitch als gültig anzusehen und infolge zu beauftragen.
ich gebe gerne zu, dass mein vorschlag einer neuausschreibung mühsam wäre und weitere wertvolle zeit gekostet hätte, sie wäre aber die einzig glaubwürdige gewesen. wenn man wasser predigt, darf man nicht selbst wein trinken. zudem wäre es ein sehr mutiger schritt gewesen, zu sagen mea culpa, wir haben fehler gemacht, wir entschuldigen uns und laden neu ein, um ein vorbild zu sein. da das nicht geschehen ist, hat die führung der fachgruppewerbung wien in dieser angelegenheit jede glaubwürdigkeit verloren und mit ihr auch jene fraktionen, die dieses vorgehen nicht verhindert haben.
sollte die oben angeführte aufzählung so nicht stimmen, stehe ich nicht an mich in aller öffentlichkeit zu entschuldigen.
worum geht es? die fachgruppe werbung wien hat für die betreuung einer neuen facebookseite, facelifting der website www.werbungwien.at + neue kommunikationskanäle pitchen lassen. so weit so gut. das ergebnis der präsentation wurde auch schon von kollegen himmer in einer ausgabe des horizont verkündet und ist somit öffentlich. auch ich habe mich im zuge der arbeitsgruppe dem mehrheitsentscheid angeschlossen. doch schon während der präsentationen sind mir einige ungereihmheiten aufgefallen, die ich in den folgenden tagen recheriert habe.
ohne anspruch auf vollständigkeit:
1. eine agentur wurde einen tag vor präsentation ausgeladen, weil der "standort" wien nicht gemeldet wurde (eine klare verwaltungsübertretung, ob es für eine ausladung reicht, lasse ich dahingestellt). abgesehen davon würde man eben nur wiener agenturen für die wiener fachgruppe beauftragen wollen.
2. einem mitglied (mir) der steuerungsgruppe für den pitch wurde auf schriftliche anfrage, ob es denn ein schriftliches rebriefing gäbe, schriftlich versichert, dass dem nicht so sei, es hätte nur zwei 5-minütige telefonate gegeben. zu diesem zeitpunkt waren noch alle 4 eingeladenen agenturen am pitch beteiligt. doch abgesehen davon war es schlicht nicht die wahrheit, denn eine agentur hatte ein schriftliches rebriefing erhalten. verhält man sich so innerhalb einer steuerungsgruppe / jury?
3. eine weitere agentur gab im zuge der präsentation an "persönlich" und "telefonisch" das rebriefing erhalten zu haben.
4. dieselbe agentur verwendete in ihren präsentationsunterlagen wordings und grafische entwürfe einer kampagne "plattform kommunikationsinvestition", die so noch nicht die öffentlichkeit erreicht hatten.
wenn wir die eigenen regeln ernst genommen hätten, hätten alle 4 agenturen immer alle antworten auf alle fragen bekommen müssen. es muss nachvollziehbar sein und alle sollen denselben stand des wissens haben. es kann nicht sein, dass eine agentur persönliche zugänge hat, eine andere schriftlich gebrieft wird und die anderen gar nichts erfahren. und da es um öffentliche gelder geht, kann es auch nicht angehen, dass mitglieder einer jury nicht die ganze wahrheit erfahren, um es mehr als höflich auszudrücken.
das alles wäre für sich genommen schon schlimm genug, doch das eigentliche versagen der fachgruppe war ihr umgang mit diesen informationen. man wollte sie nicht hören, man empfand die aufzählungen der mängel als lästig und beschloss mit den stimmen des wirtschaftsbundes und der grünen wirtschaft den pitch als gültig anzusehen und infolge zu beauftragen.
ich gebe gerne zu, dass mein vorschlag einer neuausschreibung mühsam wäre und weitere wertvolle zeit gekostet hätte, sie wäre aber die einzig glaubwürdige gewesen. wenn man wasser predigt, darf man nicht selbst wein trinken. zudem wäre es ein sehr mutiger schritt gewesen, zu sagen mea culpa, wir haben fehler gemacht, wir entschuldigen uns und laden neu ein, um ein vorbild zu sein. da das nicht geschehen ist, hat die führung der fachgruppewerbung wien in dieser angelegenheit jede glaubwürdigkeit verloren und mit ihr auch jene fraktionen, die dieses vorgehen nicht verhindert haben.
sollte die oben angeführte aufzählung so nicht stimmen, stehe ich nicht an mich in aller öffentlichkeit zu entschuldigen.
Dienstag, 22. November 2011
social medias
bin gerade über einen wirklich guten blogbeitrag von mag. axel maireder gestolpert, indem er das social media fiasko des geschätzten herrn bundeskanzler analysiert. weil er so gelungen ist, will ich ihn über diesen weg auch verbreiten:http://homepage.univie.ac.at/axel.maireder/2011/11/meine-2-cent-zu-faymann-und-social-media/
insofern ist es ja vielleicht sogar ein riesen vorteil, dass die fachgruppe werbung nicht versucht in solchen kanälen übermäßig aktiv zu sein. das will man jedoch ändern, wieder einmal ist großes in planung. mehr dazu wohl nach dem 29.11.2011
insofern ist es ja vielleicht sogar ein riesen vorteil, dass die fachgruppe werbung nicht versucht in solchen kanälen übermäßig aktiv zu sein. das will man jedoch ändern, wieder einmal ist großes in planung. mehr dazu wohl nach dem 29.11.2011
Freitag, 28. Oktober 2011
ich bin ein amici
seit august bin ich ein amici. wohl in zweifacher hinsicht, in diesem fall jedoch als freund / mitglied der facebookgruppe "amici delle sva". uns eint der zorn und das unverständnis wie mit versicherten der sva umgegangen wird und warum diese sozialversicherungsanstalt nicht in der lage ist zeitgemäß zu agieren bzw. zu reagieren. das alles trifft auch und vor allem auf die wko zu, die ja die gremien der sva beschickt. und genau da ist wohl auch das grundproblem zu finden. die wko verschläft den grundlegenden wandel indem sie sich gerade befindet. nicht mehr gewerbetreibende herrschen vor, mit vielen innungen, sparten und fachgruppen, sondern die mehrzahl der mitglieder sind epus und kmus. so auch in meiner fachgruppe werbung. dadurch verändern sich natürlich auch die ansprüche an die eigene interessensvertretung, doch das scheint man nicht wirklich inhaltlich begriffen zu haben. als phrasen und werbeslogans werden begriffe wie epu oder kmu gerne verwendet, doch sie kommen über das stadium des pseudonyms nicht hinaus.
die ansprüche, wünsche, forderungen und hilfeschreie der mitglieder zu vertreten, ist ein politisches geschäft, doch leider haben gerade viele in meiner fachgruppe ein problem mit dem begriff politik, ich habe das auch schon an anderer stelle ausgeführt. wir kommen jedoch nicht umhin politisch zu agieren, oftmals auch hart an fraktionsgrenzen entlang und das ist aus meiner sicht auch gut so. so entsteht ein wettbewerb an ideen und dadurch wahlmöglichkeiten und vor allem auswahlmöglichkeiten für jene die wir vertreten. dem gegenüber stehen gerne begriffe wie konsens und überparteilichkeit, für mich persönlich sind das nur ausflüchte, die von politikerInnen verwendet werden, die sich dafür genieren politikerInnen zu sein.
nicht nur deshalb bin auch aus überzeugung ein amici, denn wir alle leben vom engagement weniger im interesse vieler.
die ansprüche, wünsche, forderungen und hilfeschreie der mitglieder zu vertreten, ist ein politisches geschäft, doch leider haben gerade viele in meiner fachgruppe ein problem mit dem begriff politik, ich habe das auch schon an anderer stelle ausgeführt. wir kommen jedoch nicht umhin politisch zu agieren, oftmals auch hart an fraktionsgrenzen entlang und das ist aus meiner sicht auch gut so. so entsteht ein wettbewerb an ideen und dadurch wahlmöglichkeiten und vor allem auswahlmöglichkeiten für jene die wir vertreten. dem gegenüber stehen gerne begriffe wie konsens und überparteilichkeit, für mich persönlich sind das nur ausflüchte, die von politikerInnen verwendet werden, die sich dafür genieren politikerInnen zu sein.
nicht nur deshalb bin auch aus überzeugung ein amici, denn wir alle leben vom engagement weniger im interesse vieler.
Donnerstag, 6. Oktober 2011
wording ist anscheinend alles
manchen kann man schon mit kleinigkeiten eine große freude bereiten. das finde ich schön, denn die welt ist für viel zu viele oft sehr grau. und nachdem zb ein wort wie arbeitsgruppe unsexy klingt, wurde unserem vorsitzenden der fachgruppe eine große freude bereitet, als ihm das wort plattform geschenkt wurde. als dann noch für das wort marketingbudget das wort kommunikationsinvestition geboren wurde, kannte seine freude keine grenzen mehr. ab jetzt kommen auf unsere mitglieder in der fachgruppe goldene zeiten zu, denn jeder schuster, jeder kleine tischler, jedes weingut oder jeder mittelbetrieb wird nun von seinem bankberater angehalten seine kommunikationsinvestitionen zu erhöhen. der gordische knoten ist scheinbar durchtrennt.
das wäre die inhaltliche großtat des letzten fachgruppenausschusses gewesen, wenn nicht team werbung wien einen antrag zu reformen in der sva und vor allem für die versicherten der sva eingebracht hätte. 8 punkte wurden nach kurzer intensiver diskussion angenommen und es besteht erfreulicher weise darüber konsens, dass wir dieses thema weiter mit inhalten befüllen müssen. nach 1 1/2 jahren in diesem ausschuss konnte ich zum ersten mal über etwas wirklich inhaltliches abstimmen, das auch wirklich unseren mitgliedern helfen könnte, so diese forderungen auch umgesetzt werden.
für jene die es interessiert hier der antrag der mehrheitlich (einstimmig?) angenommen wurde:
das wäre die inhaltliche großtat des letzten fachgruppenausschusses gewesen, wenn nicht team werbung wien einen antrag zu reformen in der sva und vor allem für die versicherten der sva eingebracht hätte. 8 punkte wurden nach kurzer intensiver diskussion angenommen und es besteht erfreulicher weise darüber konsens, dass wir dieses thema weiter mit inhalten befüllen müssen. nach 1 1/2 jahren in diesem ausschuss konnte ich zum ersten mal über etwas wirklich inhaltliches abstimmen, das auch wirklich unseren mitgliedern helfen könnte, so diese forderungen auch umgesetzt werden.
für jene die es interessiert hier der antrag der mehrheitlich (einstimmig?) angenommen wurde:
Antrag
zur Verbesserung sozialen Sicherung der Mitglieder der SVA aufgrund der wirtschaftlichen sehr schwierigen Situation vieler Selbständiger auch in den Unternehmen der Werbung- und Marktkommunikation.
Selbständigkeit darf nicht zur Armutsfalle werden daher ....
1. Abschaffung des 20% Selbstbehaltes im GSVG
2. Sofortige Senkung der Mindestbetragsgrundlage
3. Aussetzung des SVA-Betrages während der Monate der Karenz bzw. während des Kindergeldbezuges durch Änderung der Berechnungsgrundlage und Stundung der Nachzahlung während der Zeit der Karenz und des Kindergeldbezuges.
4.Mehr individuelle Transparenz durch Service und Information
5. Neugestaltung des Mahn- und Exekutionswesens der SVA im Falle finanziell schwieriger Unternehmersituationen
6. Maßnahmen gegen die drohende Altersarmut vieler kleiner Selbständiger
7. Einführung eines Krankengeldes für EPU
8. Anhebung des Wochengeldes für Schwangere
Montag, 29. August 2011
wert der kommunikation. schwarze schafe.
in einem beitrag vor einigen wochen erwähnte ich das ansinnen von kollegen himmer über den wert von kommunikation mittels aufwendiger und kostspieliger kampagne zu diskutieren. der tiefere sinn dieser idee soll darin liegen den wert der kommunikation darzustellen, also die agenturleistung und den unternehmensgewinn durch gute unternehmenskommunikations.
man kann im kern nichts dagegen haben, doch eine tiefe skepsis bleibt, denn ich kann mir nicht vorstellen, wie man das auf die vielzahl unserer mitglieder runterbrechen kann.
denn wie bemisst man den wert der erbrachten leistung? oder anders gefragt, an wem misst man ihn?
einfach erscheint diese frage noch, wenn eine etablierte agentur einem größerem unternehmen eine kampagne gestaltet und diese verrechnet. es scheint klar zu sein, dass das agenturhonorar mehr oder weniger der erbrachten leistung (strategie, idee, umsetzung) entspricht. doch wie sieht es aus, wenn diese kampagne von einem freelancer für diese agentur entwickelt wurde? ist der wert der erbrachten leistung nun nur noch der tagsatz? wie man an diesem einfachen beispiel sieht, wird diese frage nicht einfach zu beantworten sein. ich hege daher die befürchtung, dass schon wenige wochen nach einer mehr oder weniger oberflächlichen kampagne das an sich wichtige thema keine rolle mehr spielen wird. die zusätzlich angedachte toolbox würde sich aus meiner sicht viel mehr arbeit, know how und finanzielle mittel verdienen. sie kann ein nachhaltiges werkzeug für unsere fachgruppe werden und so ein nützliches hilfsmittel für unsere mitglieder.
man kann im kern nichts dagegen haben, doch eine tiefe skepsis bleibt, denn ich kann mir nicht vorstellen, wie man das auf die vielzahl unserer mitglieder runterbrechen kann.
denn wie bemisst man den wert der erbrachten leistung? oder anders gefragt, an wem misst man ihn?
einfach erscheint diese frage noch, wenn eine etablierte agentur einem größerem unternehmen eine kampagne gestaltet und diese verrechnet. es scheint klar zu sein, dass das agenturhonorar mehr oder weniger der erbrachten leistung (strategie, idee, umsetzung) entspricht. doch wie sieht es aus, wenn diese kampagne von einem freelancer für diese agentur entwickelt wurde? ist der wert der erbrachten leistung nun nur noch der tagsatz? wie man an diesem einfachen beispiel sieht, wird diese frage nicht einfach zu beantworten sein. ich hege daher die befürchtung, dass schon wenige wochen nach einer mehr oder weniger oberflächlichen kampagne das an sich wichtige thema keine rolle mehr spielen wird. die zusätzlich angedachte toolbox würde sich aus meiner sicht viel mehr arbeit, know how und finanzielle mittel verdienen. sie kann ein nachhaltiges werkzeug für unsere fachgruppe werden und so ein nützliches hilfsmittel für unsere mitglieder.
noch viel dringender jedoch erscheint es mir, dass wir als fachgruppe gegen den offensichtlichen sittenverfall auftreten, den einzelne schwarze schafe in unserer fachgruppe verursachen. kam zuerst die pr in gestalt von peter hochegger in verruf, greift dieses übel nun um sich und werbeagenturen wie „orange“, „connect“, „omnimedia“ oder „projektentwicklung schmied werbeagentur gmbh“ werden im zuge von korrruptionsfällen genannt. auch wenn die zuletzt inflationär genannte unschuldsvermutung gilt, so müssen meiner meinung nach die fachgruppe und der fachverband handeln. sollten sich diese fälle bestätigen, muss man gewerberechtliche schritte einleiten. so lange es solche schwarzen schafe gibt, kann man noch so viel und bunt werben, der wert von kommunikation wird schnell mit der frage „was war ihre leistung?“ hinterfragt.
Freitag, 27. Mai 2011
die angst vor dem wort politik
seit etwas mehr als einem jahr sitze ich nun im fachgruppenausschuss für werbung & marktkommunikation der wirtschaftskammer wien. man sollte meinen es ist ein politisches amt, werden doch listen erstellt und wahlen abgehalten. man leistet einen eid und ist fortan dazu bestimmt interessen zu vertreten.
vor langen jahren durfte ich das schon einmal erleben, damals noch als öh-vertreter an meiner fakultät. doch im gegensatz zur hochschülerschaft, haben meine lieben kollegen vom wirtschaftsbund und teilweise auch von der grünen wirtschaft ein wirkliches problem mit dem wort "politik".
das wundert mich sehr, denn eigentlich dachte ich ja, würden wir interessenspolitik betreiben zum wohle der von uns vertretenen mitglieder. aber vielleicht ist es auch nur so, dass man jene wie mich mit einem totschlagargument einfach nur mundtot machen möchte?
die größte keule, die kollege himmer erst gestern wieder heraus zog, um seinen unmut über eine gegenteilige meinung von mir zu artikulieren, ist- "sie betreiben hier schon wieder parteipolitik!"
na wumm, das hat aber gesessen. ich fühlte mich natürlich sehr beeindruckt, ob der emotionalität die kollege himmer bei dieser feststellung begleitete.
wirklich verstehen oder nachvollziehen konnte ich seinen vorwurf nicht. ja ich bin parteiisch.und ja ich betreibe mit leidenschaft politik. dafür wurden eigentlich auch alle 35 mitglieder des fachgruppenausschusses gewählt. nun genau das zu verweigern, würde einer arbeitsverweigerung gleichkommen.
doch dahinter steckt natürlich mehr, denn natürlich betreibt auch kollege himmer politik. er sagt es nur nicht laut, denn es müsste ihm sonst peinlich sein. kollege himmer betreibt vorrangig klientelpolitik, oder wie er es wohl ausdrücken würde branchenpolitik. das ist ein schöner begriff, er ist so wunderbar schwammig.
branche - was ist das nun?
sind das jene, die eine branche prägen und / oder bestimmen? oder sind das die mitglieder der branche?
für mich ist die antwort klar, ich will die mitglieder der branche = fachgruppe vertreten, das sind fast 8000 menschen. davon sind über 90% EPUs und KMUs. deren interessen will ich vertreten, ich betreibe also interessenspoltik. von diesen liest man zwar nicht so viel in den "branchenblättern" dieses landes und es ist auch kaum möglich mit diesen schmucke societyfotos in bunten blättern zu generieren, doch da ich einer dieser vielen bin, fühle ich mich dieser gruppe verpflichtet.
wer jedoch die interessen einer minderheit vertritt, der betreibt klientelpolitik. vielleicht ja auch weil er oder sie teil dieser minderheit ist.
vor langen jahren durfte ich das schon einmal erleben, damals noch als öh-vertreter an meiner fakultät. doch im gegensatz zur hochschülerschaft, haben meine lieben kollegen vom wirtschaftsbund und teilweise auch von der grünen wirtschaft ein wirkliches problem mit dem wort "politik".
das wundert mich sehr, denn eigentlich dachte ich ja, würden wir interessenspolitik betreiben zum wohle der von uns vertretenen mitglieder. aber vielleicht ist es auch nur so, dass man jene wie mich mit einem totschlagargument einfach nur mundtot machen möchte?
die größte keule, die kollege himmer erst gestern wieder heraus zog, um seinen unmut über eine gegenteilige meinung von mir zu artikulieren, ist- "sie betreiben hier schon wieder parteipolitik!"
na wumm, das hat aber gesessen. ich fühlte mich natürlich sehr beeindruckt, ob der emotionalität die kollege himmer bei dieser feststellung begleitete.
wirklich verstehen oder nachvollziehen konnte ich seinen vorwurf nicht. ja ich bin parteiisch.und ja ich betreibe mit leidenschaft politik. dafür wurden eigentlich auch alle 35 mitglieder des fachgruppenausschusses gewählt. nun genau das zu verweigern, würde einer arbeitsverweigerung gleichkommen.
doch dahinter steckt natürlich mehr, denn natürlich betreibt auch kollege himmer politik. er sagt es nur nicht laut, denn es müsste ihm sonst peinlich sein. kollege himmer betreibt vorrangig klientelpolitik, oder wie er es wohl ausdrücken würde branchenpolitik. das ist ein schöner begriff, er ist so wunderbar schwammig.
branche - was ist das nun?
sind das jene, die eine branche prägen und / oder bestimmen? oder sind das die mitglieder der branche?
für mich ist die antwort klar, ich will die mitglieder der branche = fachgruppe vertreten, das sind fast 8000 menschen. davon sind über 90% EPUs und KMUs. deren interessen will ich vertreten, ich betreibe also interessenspoltik. von diesen liest man zwar nicht so viel in den "branchenblättern" dieses landes und es ist auch kaum möglich mit diesen schmucke societyfotos in bunten blättern zu generieren, doch da ich einer dieser vielen bin, fühle ich mich dieser gruppe verpflichtet.
wer jedoch die interessen einer minderheit vertritt, der betreibt klientelpolitik. vielleicht ja auch weil er oder sie teil dieser minderheit ist.
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