am 15.6.2011 war es wieder mal soweit, einer von vier fachgruppenausschüssen eines jahres fand statt. eine lange tagesordnung galt es abzuarbeiten, der raum war klein, die klimaanlange mühte sich redlich, scheiterte jedoch daran die temperaturen erträglich zu machen.
ab und an gingen die emotionen hoch, da der verehrte vorsitzende zwar immer gerne großes plant und sich nur zu gerne rahmenbudgets beschließen lassen möchte, jedoch nur selten fertige konzepte am tisch liegen, die eine wirkliche beurteilung zulassen würden.
konkret ging es um die budgetierung einer kommenden dachkampagne zum thema "wert der kommunikation" die fachgruppe werbung & marktkommunikation wien soll für diese mehr als die hälfte der kosten übernehmen, der fachverband zum vergleich nur ein achtel, obwohl dieses thema ja wohl nicht nur die wiener kolleginnen und kollegen betreffen wird. aber darum geht es an dieser stelle nicht.
es geht darum, dass der cca beauftragt werden soll, in einem ersten schritt eine strategie zu entwickeln. das ist eine feine sache und auch wenn die fachgruppe die werbebranche vertritt, soll es mir recht sein, wenn wir einen privaten kreativverein mit der konzeption einer strategie beauftragen. erwartet hätte ich mir jedoch ein briefing, das die fachgruppe entwickelt und welches als grundlage für die strategie heranzuziehen wäre. zwei seiten, mit zielen, inhalten, zielgruppen.
gab es aber nicht. begründung - 6 arbeitsgruppen der fh hätten ein dickes konvolut recheriert, zudem wäre der präsident des cca bei allen besprechungen anwesend gewesen und hätte somit alles nötige im kopf. eine abenteuerliche argumentation. müssen sich zb die ergebnisse von studentinnen und studenten mit den ansichten der fachgruppe decken? reicht es wirklich aus, darauf zu vertrauen, dass eine person dieselben ansichten teilt wie die gesetzliche interessenvertretung? ich finde nicht. wir müssen wissen wohin die reise gehen soll, wir müssen definieren, wen wir mit einer solchen kampagne erreichen wollen, wen wir damit unterstützen wollen, welche aufklärung wir damit betreiben wollen. zumindest dann, wenn die fachgruppe wien quasi leadagentur ist und den großteil der finanzierung trägt.
TEAM WERBUNG WIEN hat daher den antrag gestellt, dass ein besonderer fokus der kampagne auf epus und kmus gelegt werden soll, da diese den großteil unserer mitglieder ausmachen. ein eingerichteter lenkungsausschuss, dem ich angehören darf, soll nun vor freigabe von geldern darauf achten, dass dem genüge getan wird.
gegen ende der sitzung wurde dann noch ein sogenannter social media guide diskutiert, den ich hier nicht näher ausführen will, doch im kern geht es darum bestimmte meinungen auf der fachgruppenwebsite werbungwien.at nicht zuzulassen, bzw. es für moralisch verwerflich zu halten, wenn dort divergierende meinungen / parteipolitik zum ausdruck kommen.
kurz gesagt: wenn man die arbeit der fachgruppe lobt ist es ok, wenn man sie hinterfragt oder gar kritisiert, ist das verwerflich und parteipolitisch. liebe kolleginnen und kollegen lob und tadel sind zwei seiten derselben münze! entweder ist beides abzulehnen oder beides willkommen.
Freitag, 17. Juni 2011
Mittwoch, 15. Juni 2011
das social media dings
ich finde ja, die teils sehr unbeholfenen versuche der heimischen wirtschaft social medias zu verwenden, sehr putzig. hilfreich zur seite stehen ihnen neue agenturen "social media experten, die ihnen sinnentleerte facebookseiten erstellen und munter drauf los twittern.
ohne konzept und strategie kann das auch nicht klappen. eine aktuelle studie belegt nun auch, dass nur wenige wirklich im web reüsieren. es verwundert nicht, dass das firmen wie red bull oder swarovski sind, die längst erkannt haben, was zu tun ist.
hier ein link zu einem lesenwerten artikel derstandard.
ohne konzept und strategie kann das auch nicht klappen. eine aktuelle studie belegt nun auch, dass nur wenige wirklich im web reüsieren. es verwundert nicht, dass das firmen wie red bull oder swarovski sind, die längst erkannt haben, was zu tun ist.
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entstehen neue agenturen?
vieles ist in bewegung. das internet und die interaktionen in den social media plattformen hat vieles in bewegung gebracht und verändert unsere art der kommunikation und auch unsere sprache. das scheint sich in die heimische werbeagenturszene herumgesprochen zu haben, die reaktionen darauf sind sehr unterschiedlich. wirklich angekommen in die realität sind sie zum großteil noch nicht. noch immer bestimmen grafik, text und kundenkontakt das bild einer klassischen agentur.
ein paar wenige versuchen zaghaft neue wege zu beschreiten und installieren sogenannte "head of digital" in ihren agenturen, andere wieder erweitern das klassiche kreativteam um grafik und text um einen digitalen.
einen gänzlich anderen weg beschreitet seit kurzem die neue agentur wunderman / pxp. eine vor allem durch direktmarketing bekannte agentur, eingebettet in ein großes agenturnetzwerk, kauft eine heimische internetagentur. ich bin gespannt, ob diese mutige entscheidung früchte tragen wird. persönlich bin ich von ganzheitlichen lösungen überzeugt, die müssen am anfang angedacht werden und sollten auch von allen verstanden werden.
ein paar wenige versuchen zaghaft neue wege zu beschreiten und installieren sogenannte "head of digital" in ihren agenturen, andere wieder erweitern das klassiche kreativteam um grafik und text um einen digitalen.
einen gänzlich anderen weg beschreitet seit kurzem die neue agentur wunderman / pxp. eine vor allem durch direktmarketing bekannte agentur, eingebettet in ein großes agenturnetzwerk, kauft eine heimische internetagentur. ich bin gespannt, ob diese mutige entscheidung früchte tragen wird. persönlich bin ich von ganzheitlichen lösungen überzeugt, die müssen am anfang angedacht werden und sollten auch von allen verstanden werden.
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